Tag 2 – Zusammenleben mit einer Katze

Lieber Leser,

Kann es etwas Schöneres geben, als eine Kaze, die anfängt zu schnurren wenn man sie streichelt? Als das seidig-weiche Fell, die niedlichen Pfoten, das herzerweichende Miauen? Das Köpfchen-an-meinem-Kopf-reiben, das warten vor meiner Toilettentür?

Diese Pfötchen!

Nein, dachte ich heute morgen, als ich im Bett lag und mein Kater sich schnurrend auf meinem Arm zusammenrollte. Was ich für diese Katze empfinde, kann ich nur als Mutterliebe bezeichnen. Wenn ich meine Nase in seinem warmen Fell vergrabe und seinen vertrauten Geruch einatme, wird alles andere unwichtig. In dem Moment gibt es nur ihn und mich und… Frieden.

Ich kam zu dem Schluss, dass es kein größeres Glück auf Erden geben konnte.

Als ich mich zwei Minuten später erhob um zu frühstücken, stellte ich fest, dass mein Kater dekorativ auf den Teppich vor meiner Zimmertür gekotzt hatte.

Na gut, zugegebener Maßen ist nicht alles immer nur süß und kuschelig. Immer mal wieder spuckt er sein Essen wieder aus. Er pinkelt regelmäßig auf einen ganz bestimmten Sessel. Er bringt Regenwürmer mit nach Hause und legt sie auf den Teppich – oder manchmal auch Knochen. Kein Essen, das im entferntesten mit Milchprodukten oder Fett zutun hat, ist vor ihm sicher. Und er kämpft. Mindestens zwei mal täglich hat er seine fünf Minuten und fällt alles und jeden an, der sich bewegt- vorzugsweise Füße oder Hände. Und wenn er beißt und kratzt, dann tut das auch mal richtig weh.

Ein bisschen Salat gefällig?

Aber was würde mir nicht alles fehlen, wenn ich diese Katze nicht hätte?

Ich müsste jede Nacht alleine in meinem Bett schlafen. Morgens würde ich nicht mit Miauen und Schnurren geweckt werden. Ich könnte mein Gesicht nie in sein weiches Fell drücken. Keine therapeutischen Streicheleinheiten. Nie die Freundin meines Bruders „du bist soooo toooll“ sagen hören. Kein Lachen, weil der Kater in einer total Katzen-unüblichen Haltung rumliegt. Keine Liebesbeweise, wenn man eine Weile nicht da war.

„So liegt doch keine Katze“, sagt mein Vater

Kurz gesagt: mein Leben wäre ein ganzes Stück trauriger und vor allem einsamer, wenn ich meinen Kater nicht hätte.

Geht Katzen streicheln, meine Freunde! Es lohnt sich.

Bis morgen,

Eure Ella

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