Tag 13 – Übernachtungsgeburtstage

Lieber Leser,

Wie ich gestern schon erzählt habe, gehe ich heute Abend auf die Geburtstagsfeier meines Ex-Freundes (wen die Geschichte interessiert, lest Beitrag 12). Und während alle anderen auch bei ihm übernachten werden, werde ich abends wieder nach Hause gehen.
Woran das liegt und warum ich mir das selbst so aussuche, erkläre ich in diesem Post.

Man könnte jetzt erwarten, dass ich nicht bei Jungen übernachten darf oder will. Oder dass es an der Tatsache liegt, dass es mein Ex-Freund ist. Das ist aber nicht der Grund.

Zum einen hat morgen mein Vater Geburtstag. Da möchte ich natürlich bei der morgendlichen Bescherung dabei sein – und auch nicht stark übermüdet dazu kommen. Das wäre zwar möglich, da wir nur 5 Minuten entfernt wohnen, aber das möchte ich einfach nicht.

Der andere Grund ist etwas komplizierter, und bestimmt nicht für jeden so gut nachvollziehbar.

Ich bin hochsensibel. Das heißt, ich nehme äußere Reize (Licht, Geräusche…) stärker wahr als andere. Nicht nur dass, ich bin deshalb auch sehr empathisch (ich spüre die Gefühle fast so, als wären es meine eigenen) und perfektionistisch.
Das führt dazu, dass ich in Situationen mit vielen anderen Menschen schnell überfordert werde, insbesondere wenn es laut ist. Reizüberflutung nennt sich das. Das fühlt sich für mich dann so an, als ob ich eine Panikattacke bekomme. Ich kann mich auf nichts konzentrieren und möchte einfach nur raus aus der Situation.

Das bedeutet: große Menschengruppen, auch wenn sie aus meinen absoluten Lieblingsmenschen bestehen, sind für mich auf Dauer anstrengend.

Auß langjähriger Erfahrung mit Übernachtungsgeburtstagen weiß ich also, dass mir die Feiern zwar eigentlich Spaß machen, aber nicht sehr lange. Ich werde früher müde als die Anderen und bin dann auch zu nichts mehr zu gebrauchen, und spätestens wenn ich nicht einschlafen kann, weil die anderen zu laut sind, wird es für mich extrem unschön.

Deshalb habe ich beschlossen, erstmal nicht mitzuübernachten, aber trotzdem zur Feier zu gehen. Oder wenn es möglich ist, in einem andrem Raum als die anderen zu schlafen (häufig haben wir zum Beispiel im Keller oder Wohnzimmer übernachtet, das Schlafzimmer der feiernden Person wäre also frei).

So ist das Gefühl, etwas zu verpassen, nicht so groß, als wenn ich gar nicht gehen würde, und es ist für mich so entspannter.

Mal gucken, ob es hilft!

Macht es gut,
Eure Ella

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