Tag 39 – einfach machen

Lieber Leser,

In der Schule ging es mir heute ganz schrecklich. Ich hatte die ganze Zeit extrem Bauch- und Rückenschmerzen, ich konnte kaum stehen und mich erst recht nicht konzentrieren. Das war echt blöd. Natürlich hätte ich auch theoretisch nach Hause gehen können, aber da es mir zu Hause auch nicht besser geht, möchte ich so wenig Unterricht wie möglich verpassen, weil ich sonst ja alles zu Hause nachholen muss.

Zu Hause wurde es dann zwar schmerztechnisch besser, aber demotiviert war ich trotzdem: ich schreibe morgen eine Musik-Klausur und halte einen Deutschvortrag. Auf beides bin ich ziemlich schlecht vorbereitet. Musik ist das kleinere Übel, das kann ich schon irgendwie aus dem Ärmel schütteln. Aber der Vortrag… Sagen wir so: die Präsentation und das Handout sind fertig und ich habe mir Karteikarten gemacht. Aber ich habe meinen Text kaum geübt, ich kann mir gut vorstellen, dass meine Kollegen nich weniger vorbereitet sind als ich und dass der Vortrag insgesamt zu kurz wird.

Aber ich habe beschlossen: es ist mir egal. Zumindest versuche ich, es so zu empfinden. Mal realistisch gesehen: was bedeutet dieser Vortrag schon auf mein Leben gesehen? Gar nichts. Er ist es nicht wert, dass ich deshalb so frustriert und panisch bin. Ich werde ihn einfach halten und dann ist er vorbei und ich denke nicht mehr daran.

Genau so halte ich es jetzt auch mit dem Sauerteig. Wenn ihr euch zurückerinnert, war ich ganz schön verwirrt wegen lauter unterschiedlicher Anleitungen, fehlenden Informationen und und und. Aber ich habe heute eine Anleitung entdeckt, die mit etwas logischer erschien, und habe beschlossen: ich versuche es einfach. Im besten Fall klappt es, im schlimmsten Fall halt nicht. Na und? Ist das ein Grund, es nicht zu versuchen? Ich finde nicht.

Ich glaube, ich stehe mir oft selbst im Weg. Ich bin grundsätzlich ein nachdenklicher Mensch und häufig fällt es mir extrem schwer, Entscheidungen zu treffen. Dabei macht man sich das Leben wohl häufig leichter, wenn man einfach handelt und nicht groß drüber nachdenkt.

Ganz immer ist das bestimmt nicht ideal und es hat natürlich nicht nur Vorteile, aber ich denke, eine gesunde Mischung aus Spontanität und Nachdenklichkeit würde uns allen guttun.

Macht es gut und bis morgen,

Eure Ella

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close