Tag 44 – Hochgefühl

Lieber Leser,

Tag eins meiner Schul-Homeoffice-Zeit ist erledigt. Ich muss sagen, es lief richtig gut!

Ich habe von neun bis 14:30 Uhr alle Schulaufgaben für den Tag erledigt und auch alle Ergebnisse, bei denen es erforderlich war, pünktlich bei den Lehrern eingereicht. Insgesamt habe ich zwar länger für alles gebraucht, als es in meinem Plan vorgesehen war, aber das macht nichts – ich habe ja sonst nichts festes vor, und außerdem habe ich sonst auch nicht länger als bis 14:30 Uhr Schule. Das war also schon mal ein positives Erlebnis – ich werde aber Morgen ind in den kommenden Tagen stärker darauf achten müssen, mein Handy wirklich wegzupacken. Das war heite teilweise schwierig, weil ich es für Recherchen brauchte oder um mit den Lehrern in Kontakt zu stehen – und wenn man es schon mal in der Hand hat, ist der Weg zu Instagram oder YouTube nicht weit. Da muss ich mir mal noch etwas einfallen lassen.

Am Nachmittag war ich bei strahlend schönem Wetter ganz lange mit meinem Vater im Garten und wir haben unsere Beete bepflanzt. Wenn alles gut läuft (Klopf auf Holz), können wir in der Saison Erdbeeren, Spinat, Radieschen, Frühlingszwiebeln, Rosmarin, Petersilie, Oregano und Tomaten ernten – und das ist nur das, was man jetzt im März anpflanzen konnte. In den kommenden Monaten wird da noch mehr dazukommen.

Insbesondere jetzt in der Zeit der Selbstisolierung bin ich mir bewusst, was für ein Luxus und ein Privileg es ist, einen großen Garten zu haben. Aber obwohl ich mich als natzrverbundenen Menschen bezeichnen würde, bin ich oder war ich in den letzten Jahren doch eher eine, die immer drinnen bleibt. Ich weiß gar nicht warum, und ich möchte das ändern. Deshalb habe ich mir auch vorgenommen jetzt jeden Tag nach der „Schulzeit“ mindestens eine Stunde lang im Garten zu arbeiten. Es macht mir auch wirklich Spaß! Und ich finde es immer wieder beeindruckend, was für einen Einfluss die Sonne auf meine Stimmung hat. Ich würde zwar nicht behaupten, dass ich unter Winterdepression leide – aber es ist immer auffällig, dass meine Laune sofort richtig gut ist, wenn das Wetter nach langer Zeit wieder schön ist. Es hat mich heute so glücklich gemacht, ohne Jacke draußen sein zu können und einfach ein paar Minuten mit geschlossenen Augen in der Sonne zu stehen und die Energie aufzunehmen. Vitamin D, ich komme! Kann ja nur gut sein.

Abends habe ich dann begonnen, meinen ganzen Kleiderschrank auszuräumen und alles auf den Boden zu legen. Ich möchte schon eine Weile alles durchgehen und aussortieren, was ich nicht mehr möchte – dies ist jetzt ein dreifacher Anreiz:

  1. Ich habe Zeit – bis auf meine Therapie findet keines meiner Hobbies statt
  2. Dadurch, dass alles auf einem Haufen liegt, wird mir erst so richtig bewusst, wie viel ich besitze
  3. Ich möchte meinen Boden in naher Zeit wieder frei haben

Ich muss sagen, ich war wirklich überwältigt davon, wie viel ich besitze. Ich dachte immer, dass ich ein Mensch bin, der wenig Kleidung besitzt, aber das stimmt gar nicht! Mein kompletter Zimmerboden liegt voll! Ich werde morgen mal ein Foto für euch machen.

Heute ist außerdem der erste Geburtstag meines Katers. Ich hätte ihm gerne ein Hütchen gebastelt, aber das hätte er sowieso nicht getragen. Dafür hat er mehr Leckerlis bekommen als sonst.

Jetzt werde ich noch etwas lesen, und Morgen geht das ganze von Vorne los!

Alles Liebe und macht es gut,

Eure Ella

2 Kommentare zu „Tag 44 – Hochgefühl

  1. Dass Du in einen Garten gehen kannst, ist schön. Ich glaube Dir unbesehen, dass Dir die Aufenthalte dort viel geben. – Ich habe so eine Möglichkeit leider nicht …
    Ein bisschen schmunzlen musste ich über diese Stelle in Deinem Eintrag:
    “ … bis auf meine Therapie findet keines meiner Hobbies statt … “
    Siehst Du Deine Therapie wirklich als Dein Hobby? – Ich will auf keinen Fall zu persönlich sein (deshalb antworte natürlich nur, wenn Du kannst und magst), aber darf ich Dich fragen, was für eine Therapie Du machst.
    Ich habe schon mehrere hinter mir, Psychotherapien, aber die hätte ich nie als „Hobby“ bezeichnet …
    Dein Eintrag hat sich wieder schön gelesen – Du gehst mit der gegenwärtigen Situation richtig gut um, jedenfalls sprechen Deine Zeilen hier so.
    Auch heute wieder viele, liebe Grüße an Dich! 🌸

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    1. Hallo,
      Sorg dich nur nicht, ich gehe recht offen damit um. Ich mache seit einem Jahr eine Psychotherapie und du hast natürlich Recht, ein Hobby ist es eigentlich nicht. Allerdings hat es, wie ich finde, Ähnlichkeiten zu einem Hobby: 1. Es findet Nachmittags statt. 2. Ich gehe gerne hin, meine Therapeutin ist super und ich fühle mich dort sehr wohl. 3. Ich tue mir damit etwas Gutes. 4. Ich gehe freiwillig hin. Mir geht es mittlerweile größtenteils gut genug, dass ich wahrscheinlich irgendwie auch ohne Therapie auskommen würde, aber trotzdem ist es eine Stütze für mich und ich merke einfach, dass es mir gut tut. 5. Wie bei anderen Hobbies auch kann ich an etwas arbeiten: an mir und meiner Einstellung zu mir selbst und der Welt.
      Insofern hat es für mich zumindest
      Ähnlichkeiten zu einem Hobby und ich weiß nicht, wie ich es sonst bezeichnen soll😊
      Ich hoffe, du findest auch ohne Garten Möglichkeiten, schöne Momente zu erleben!
      Ich wünsche auch dir alles Gute🌿

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