Tag 63 – Wasserstandsmeldung

Lieber Leser,

Auch heute war ein echt schöner Tag. Obwohl es sozusagen mein Ferienbeginn war, habe ich eine Musikhausaufgabr erledigt – das war die, diebich komplett vergessen hatte und Gott sei Dank noch nachreichen durfte. Das hat aber sogar fast Spaß gemacht.

Ich habe heute sowohl Brötchen zum Frühstück als auch ein Brot gebacken. Die Brötchen waren gut, vom Brot war ich nicht si ganz überzeugt. Meine Mutter hat mich trotzdem überredet, ein Teil davon bei ihrer Freundin vorbei zubringen – die, die mir einen Teil ihres Sauerteigs geschenkt hat und mir Mehl gemahlen hat, als ich keines im Supermarkt kaufen konnte. Also habe ich mit meinen Eltern einen längeren Spaziergang in der Abenddämmerung unternommen und es war herrlich. Sie hat sich auch sehr gefreut.

Ich habe heute auch eine Stunde lang mit meinem Bruder telefoniert. Mein Bruder ist fünf Jahre älter als ich und studiert in Wien, circa 900 Kilometer von uns entfernt. Eigentlich wäre er über Ostern nach Hause gekommen, aber das war wegen der gegebenen Umstände nicht möglich. Ich finde es schwierig, die Beziehung zu meinem Bruder zu beschreiben. Wo ich introvertiert bin, da ist er extrovertiert – wo ich strukturiert und konzentriert bin, da ist er impulsiv und spontan. Aber ich liebe ihn sehr, das steht außer Frage. Er ist warmherzig und lustig und aufrichtig und verständnisvoll. Das Alter bringt einen gewissen Abstand mit sich, aber dennoch können wir gut miteinander reden. Insbesondere in den letzten Monaten war ich überrascht, wie viel Redebedarf er hat – als er noch bei uns gewohnt hat, war das nicht so. Natürlich haben wir miteinander geredet, aber nicht über Dinge wie sein oder mein Liebesleben oder unseren psychischen Zustand. Doch in den letzten Monaten hat er häufig mit einem von uns über seine Probleme geredet, sei es wegen Problemen in seiner Beziehung oder seinen Schwierigkeiten im Alltag. So ungewohnt und überrascht ich bin, erleichtert bin ich doch, dass er es tut. Und so fand ich es nur richtig, ihn heute anzurufen und ihm als erstem von meiner Freundin zu erzählen. Und er hat sich so gefreut, nicht nur für mich, aber auch weil ich ihn auserwählt habe. Normalerweise hätte ich so etwas zu erst mei er Schwester erzählt. Und ich hoffe sehr, sie nimmt es mir nicht übel – aber wir sind doch zu dritt und nicht nur zu zweit, und außerdem muss ich eingestehen, dass es weniger Mut erfordert so etwas am Telefon zu sagen und nicht persönlich.

Eben habe ich mit meiner Famile den Film Gangs of New York geguckt, eine ganz schön schräge Nummer wie ich finde. Ich finde den Film gut, aber dennoch ist einiges echt abgedreht. Und obwohl er ja eigentlich der Bösewicht des Films ist, komme ich nicht umhin, Bill the Butcher zu mögen. Ich weiß nicht, woran es liegt. Vielleicht an seinem Schauspieler, Daniel Day Lewis. Er spielt die Rolle großartig, aber anderes ist man von ihm ja auch nicht gewohnt. Ich glaube, er ist tatsächlich mein Lieblingsschauspieler.

Jetzt werde ich noch lesen gehen, und morgen beginnt eine neue Woche.

Macht es gut und bis Morgen,

Eure Ella

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