Tag 90 – Aufbruch

Lieber Leser,

als Abschluss eines gelungenen Tages habe ich heute Abend mit meiner Familie den vierten Harry Potter Film geguckt.

Wenn ihr eines über mich wissen müsst, dann dass ich Harry Potter sehr, sehr liebe. Ich habe die Bücher und Filme unzählige Male gelesen und geschaut, und es ist defintiv (zusammen mit Herr der Ringe) meine Lieblings-Fantasy-Reihe. Das bedeutet auch, dass ich mich sehr gut in der Welt auskenne – und dass ich es sehr persönlich nehme. Es geht mir ans Herz.

Während ich die Bücher alle noch einmal vor einem Jahr gelesen habe, habe ich den vierten Film sehr lange nicht geschaut. Heute Abend ist mir wieder aufgegangen, dass es, gemeinsam mit dem dritten Teil, mein Lieblingsfilm ist. Keiner der anderen Filme ist so witzig und ausgelassen. Harry ist zum ersten Mal auch so richtig sarkastisch und generell viel mehr wie im Buch. Man merkt: es sind eben Jugendliche. Keine Kinder mehr wie in den vorherigen Teilen, sondern junge Menschen, die Zeit für Albernheiten und Späße haben und gleichzeitig eine gewisse Ernsthaftigkeit besitzen. Ich finde es aber absurd, dass Harry im vierten (und fünften, bald sogar im sechsten… Oh Gott.) Teil jünger ist als ich es gerade bin, denn momentan kann ich mich am meisten mit dem Harry im vierten Buch identifizieren. Wo ich jetzt so darüber nachdenke, wird mir schlecht – die ganzen Bücher über waren sie doch nur Kinder. Bei all den schrecklichen Dingen, die ihnen widerfahre sind und all den unmöglichen Aufgaben, die sie bewältigen mussten, waren sie kaum älter, die meiste Zeit sogar jünger als ich.

Mein Punkt ist, der Film ist zwar der witzigste – aber gen Ende hin markiert er doch deutlich den Aufbruch und den Wandel in eine neue, düstere Zeit. Natürlich wird das durch Voldemorts Rückkehr ausgelöst, aber den Wendepunkt markiert definitiv der Tod Cedric Diggorys. Die Welt davor war keine Welt, in der Kinder starben, und schon gar nicht ermordet wurden.

Ich bin zwar ein extrem emotionaler Mensch, aber bei Filmen weine ich nicht überdurchschnittlich oft. Doch diese Szene ist definitiv eine der wenigen, die mich regelmäßig zum weinen bringt.

Ich könnte noch so viel mehr ober Harry Potter schreiben. Natürlich weiß ich auch, dass es „nur“ eine Buchreihe ist, und dass dieser Blogbeitrag für jemanden der Harry Potter nicht gut kennt oder nicht mag nur schwer nachzuempfinden ist. Aber für mich ist es eben mehr als „nur“ ein Buch. Es ist ein Teil von mir. Es ist wie eine zweite Heimat. Ein Ort, an den ich immer zurückkehren kann. Und dafür bin ich unglaublich dankbar.

Macht es gut,

Eure Ella

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