Tag 102 – Klausurenphase

Lieber Leser,

die verschobene und nunmehr sehr viel hektische Klausurenphase hat begonnen.

Eigentlich fand und finde ich das Wort, zumindest im normalen oder Vor-Corona-Alltag nicht gerade passend.

Denn was hier mit Phase gemeint hat, ist in der Realität eigentlich – das ganze Semester. Klar, der erste Monat ist eigentlich immer noch frei. Dann geht es aber los, und hört so bald auch nicht auf.

Was ich mir unter einer Phase vorstelle? Ich weiß nicht so recht, zumindest nicht zwei Drittel des Ganzen.

Ich schreibe pro Semester zwei Leistungskursklausuren pro LK und eine Grundkursklausur pro GK. Bei meinem aktuellen Stundenplan macht das zwölf Klausuren pro Semester. Die ersten LK-Klausuren schreibt ma meist zuerst, dann nach und nach die GK-Klausuren, aber bevor alle abgearbeitet sind, kommen schon die zweiten LK-Klausuren.

Dieses Semester sollte eigentlich recht entspannt werden, da es von Januar bis zu den Sommerferien reicht, ist es das längste Semester der Oberstufe. Deshalb sollten die Klausuren auch im entspanntem, schaffbaren Abstand von einander geschrieben werden.

Corona hat da natürlich vol reingegrätscht. Die sieben Klausuren die ich noch schreiben muss, schreibe ich nicht mehr in acht Wochen, sondern in drei. Klingt nach Spaß, oder?

Heute habe ich die Englisch-Klausur geschrieben. Englisch ist Gott sei Dank ein Heimspiel für mich. Es lief auch alles gut, ich bin in der Hinsicht beruhigt.

Morgen schreibe ich Deutsch. Deutsch ist schwierig. Ich mag Deutsch, und ich war auch schon immer gut in Deutsch. Trotzdem ist es schwer einzuschätzen, und es ist vor allem einfach anstrengend, so lange Texte in relativ kurzer Zeit zu verfassen. Deutsch ist auch ein Fach, in dem ich von mir selbst erwarte, richtig gut zu sein – einfach weil ich weiß, dass ich es kann. Es kann gut sein, dass die Szenenanalyse mir morgen überhaupt keine Schwieirgkeiten bereitet. Vielleicht aber auch schon, und dann werde ich leider wirklich enttäuscht von mir selbst sein. Ich werde mein bestes geben, es nicht zu sein. Aber das gelingt mir in anderen Fächern vielleicht, aber ich glaube, nicht in Deutsch. Mal gucken. Es wird schon werden.

Nächste Woche wird glaube ich die schlimmste: ich schreibe Philosophie und Politik innerhalb von drei Tagen. Auch hier bin ich eigentlich in beiden Fächern gut, aber anders als in Deutsch und Englisch nicht ohne größeren Aufwand.

Philosophie ist ein Fach, was ich inhaltlich spannend finde, ich mag den Kurs und den Lehrer gerne. Aber ich möchte in dem Fach echt keine Klausuren schreiben. Es ist echt schwierig, Problemreflexionen zu schreiben, die Meinungen ganz vieler unterschiedlicher Philosoph*innen zu behalten und sinnvoll zu reproduzieren und diskutieren.

Politik finde ich zwar ansich super wichtig, aber es fällt mir schwer, mich dafür zu begeistern. Auch hier gibt es einfach echt viel Stoff zu lernen und parat zu halten. Bisher war ich in Politik immer bei 12 Punkten (2+) und es ärgert mich, weil der Lehrer sagt, dass ich auf jeden Fall auch 13 Punkte schaffen könnte. Da frage ich mich aber – warum tue ich es dann nicht? Naja. Vielleicht gibt es ja eine glückliche Fügung und alles wendet sich zum Guten.

Wünscht mir erstmal viel Erfolg bei der Klausur morgen und macht es gut,

Eure Ella

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