Tag 103 – Buchempfehlung

Lieber Leser,

Ich habe die letzten Tage ein ganz spannendes Buch gelesen – „Der Zopf“ von Laetitia Colombani.

Das Buch ist zu mir gekommen über einen Bücheraustausch über Instagram. Man verschickt selbst sein Lieblingsbuch an eine Person, die einem zugewiesen wird und bekommt selbst (hoffentlich) mehrere zugeschickt.

Dieses Buch habe ich also geschickt bekommen.

Aus dem Klappentext erfährt man nur, dass es die Geschichten dreier Frauen erzählt, die sich in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen befinden.

Da ist zum einen Smita, die Unberührbare aus Indien, die alles daran setzt, für ihre Tochter eine bessere Zukunft zu erreichen als für sich selbst.

Giulia aus Sizilien ist die Tochter eines Arbeiters, der ein Familienunternehmen leitet. Nach seinem Unfall muss Giulia aber feststellen, dass das Unternehmen vor dem Bankrott steht.

Sarah ist eine erfolgreiche Staranwältin in Kanada, die kurz davor steht, zur Partnerin in ihrer Kanzlei ernannt zu werden. Doch auch in ihr Leben nimmt eine unerwartete, schwerwiegende Wendung.

Zuerst war ich irritiert. Zum einen fragt man sich die erste Hälfte des Buches, was diese Frauen verbindet oder verbinden wird – außer ihre Stärke, ihre Ausdauer und die Tatsache, dass sie es nicht leicht haben im Leben – allerdings auf sehr unterschiedlichen Privilegiertheits-Stufen.

Außerdem ist der Schreibstil sehr ungewöhnlich. Es gibt kaum Dialog. Immer mal wieder einzelne Sätze, aber diese bleiben verbal unbeantwortet. Es wird viel geschildert, man erfährt Gedanken, aber man bleibt immer auf einer gewissen Distanz, obwohl man so nah an der Handlung dran ist.

Ab der Hälfte des Buches wird einem die Verbindung klar, noch bevor sie inhaltlich genannt wird. Und obwohl es nichts weltbewegend ist, ist es das doch, und es ist genial.

Ich habe das Buch an zwei Tagen gelesen, mit knapp 300 Seiten und relativ leicht verständlichem Schreibstil lies dich das gut machen. Ich mag es gerne, Bücher so zu verschlingen – man nimmt alles auf, beschäftigt sich intensiv damit. Außerdem mag ich „Erfolgserlebnisse“ ( =das Abschliesen eines Buches) deutlich mehr, als Ewigkeiten an einem Buch zu lesen.

Das Buch hat mich berührt. Ich habe mich als Frau bestärkt gefühlt, und zutiefst verbunden. Ich kann nur empfehlen, es zu lesen!

Wie froh bin ich, dass jemand beschlossen hat, dieses Buch mit mir zu teilen.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Macht es gut,

Eure Ella

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