Tag 113 – Nachtrag und Wut

Lieber Leser,

Bevor ich richtig einsteigen kann, muss ich über den Beitrag von gestern reden. Falls ihr den noch nicht gelesen habt, macht es schnell.

Ich kann nur sagen: Wow, anscheinend war ich müder, als ich dachte.

Ungefähr kein Satz ergibt syntaktisch oder semantisch einen Sinn, und es ist definitiv nicht das, was ich schreiben wollte.

Ich werde den Beitrag trotzdem so oben lassen, weil ich es einfach zu lustig finde. Ich hoffe, auch ihr habt etwas Spaß daran!


Kommen wir zum richtigen Thema für heute.

Ich bin wütend.

Das kommt nicht so häufig vor. Ja, ich rege mich oft über Dinge auf, aber deutlich seltener, als die Menschen in meinem Umfeld. Ich finde, es gibt durchaus Dinge, die es wert sind, sich darüber aufzuregen, aber es gibt auch sehr viele Dinge, bei denen es sich nicht lohnt.

Heute ist es das wert.

Ich möchte nicht sagen, was es ist, weil es doch recht privat ist. Ihr könnt beruhigt wissen, dass es mir gut geht und dass ihr euch keine Sorgen machen müsst.

Aber ich bin wütend. So unglaublich wütend über die Ungerechtigkeiten dieser Welt, und dass es immer die besten Menschen trifft, und dass alles immer so kompliziert sein muss und dass ich nicht weiß, was ich tun soll.

Meine Therapeutin sagt, Wut ist ein gutes Gefühl. Wut verleiht einem immense Kraft, während Trauer sie einem raubt.

Als Mensch der sehr lange sehr traurig war, kann ich dem nur zustimmen. Ich wäre lieber für immer so wütend wie ich es jetzt gerade bin als wieder so traurig zu werden, wie ich es mal war.

Immer mal wieder passiert es, dass ich mich durch irgend einen Auslöser wieder für ein paar Tage so fühle wie früher, und jedes Mal wenn es passiert, macht es mir unglaubliche Angst, weil ich mir kein elenderes Gefühl vorstellen kann, und weil ich befürchte, dass es nicht wieder besser wird, sondern dass ich wieder nur noch auf meinem Bett liege und weine und gar nicht weiß, was eigentlich los ist und gar nicht in der Lage bin, irgendetwas zu tun

Jetzt bin ich wütend, und ich weiß ganz genau, woran das liegt. Und ich spüre diese unglaubliche Kraft in mir, den Drang, etwas zu verändern und einen Unterschied zu machen.

Ich weiß, dass die Wut bald abflauen wird, und dass sie Traurigkeit und Unverständnis zurücklassen wird. Und ich hoffe, dass ich dann meine Kraft wiederfinden werde im vorwärtszugehen.

Macht es gut,

Eure Ella

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