Tag 136 – Lehrer

Lieber Leser,

Das Schuljahr neigt sich dem Ende hin, und damit kommen auch ein paar „letzte Stunden“. So werde ich zum Beispiel drei meiner jetzigen Lehrer im kommenden Schuljahr nicht mehr haben.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich wirklich Glück mit meinen Lehrern in diesem Schuljahr hatte. Bis auf zwei Ausnahmen war ich mit allen richtig richtig glücklich, und bei den Ausnahmen nur deshalb nicht, weil sie den Untericht etwas langweilig gestalten oder ehrlich gesagt etwas übermotiviert sind.

Aber niemand ist unfreundlich, arrogant, benotet unfair oder ähnliches. Alle sind wirklich nett und für mein Gefühl auch wirklich um ihre Schüler bemüht.

Ich hatte insgesamt bei vier Referendaren Untericht, das ist schon ganz schön viel. Zwei davon haben dieses Jahr ihr Examen bestanden, die anderen beiden muss ich leider abgeben weil Referendare bei uns nicht in der zwölften Klasse unterichten dürfen (wegen der Vorbereitung auf das Abitur). Und ich muss sagen, sie waren nicht nur alle wirklich nett und lustig, das war teilweise mit Abstand der beste Untericht den ich je hatte. Ich weiß nicht, woran das liegt. Sind sie noch motivierter? Haben sie neue, modernere Kompetenzen erworben? Liegt es daran, dass sie teilweise gar nicht viel älter sind als wir und deshalb einen anderen Draht zu uns Schülern haben? Ich weiß es nicht. Jedenfalls werden mir „meine“ Referendare fehlen und ich bin wirklich traurig über die, die ich abgeben muss – und dankbar für die, die rechtzeitig ihr Examen gemacht haben. Ich hoffe nur, dass ich mit den neuen Lehrern ebenso gut zurecht komme.

Ich möchte damit übrigens absolut nicht sagen, dass ältere Lehrer schlechter sind als jüngere! Ich habe nur in diesem Schuljahr außerordentlich guten Untericht von Referendaren erlebt. Ich habe auch absolut Lieblingslehrer, die schon länger dabei sind.

Manchmal frage ich mich auch, ob Lehrern bewusst ist, dass sie im Leben der Schüler eine viel größere Rolle spielen, als wir in ihrem. Was mich fast am meisten traurig an meinen kommenden Schulabschluss denken lässt ist die Tatsache, dass ich einige Lehrer die ich wirklich gerne mag nicht mehr oder nur noch selten sehen werde. Ist das komisch?

Hattet ihr zu eurer Schulzeit Lieblingslehrer an die ihr euch noch erinnert?

Macht es gut,

Eure Ella

2 Kommentare zu „Tag 136 – Lehrer

  1. Ach, was das schön zu lesen, liebe Ella! – Ich arbeite ja seit einem Jahr als Lehrer an einer Freien Schule (vorher war ich Sozialarbeiter/-pädagoge – habe dabei sehr lange Migrationsberatung gemacht, dann aber auch mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, zum Schluss im Bereich Potenzialassessment und Berufsorientierung und ganz zu Beginn meiner „Berufkarriere“ war ich Hochschulehrer, habe also Seminare gegeben, dann kam die „Wende“ dazwischen … ), und ich kann Deine Gedanken sehr verstehen und nachvollziehen. Du hast einen schönen, weil differenzierenden und sachlich-kritischen Blick auf Deine Lehrer, und, nein, dass Dir der Unterricht bei den Referendaren besonders Freude gemacht hat, ist für mich gar nicht ungewöhlich. Du hast schon ganz richtig eingeschätzt, warum das so ist.

    Ich meinerseits bin mir sehr bewusst, dass ich eine große Rolle für das Leben meiner Schüler spiele, bzw. jetzt in dieser Phase auch IN ihrem Leben. Diesem Wissen zu entsprechen ist meine tägliche Herausforderung, mein täglicher Anspruch. Es ist eine groiße Verantwortung, so einer Bedeutung gerecht zu werden.

    In diesem Jahr hatte ich besonders viel Unterricht (Deutsch, Mathe und Philo) in einer fünften Klasse. Wenn diese Klasse im nächsten Jahr unsere Schule verlassen wird (Wir lehren nur bis zum Ende der Orientierungsstufe, also Klasse 6), weiß ich, dass das für mich ein ganz schwerer Tag werden wird. Weil diese Klasse ganz phantastisch ist, jeder einzelne Schüler, jede einzelne Schülerin, ist eine großartige kleine Persönlichkeit, ganz auf seine/ihre Weise. Ich habe sie alle im Herzen …

    Ja , und natürlich erinnere auch ich mich noch an Lehrer, die ich besonders gern hatte, obwohl meine eigene Schulzeit schon so lange zurückleigt.

    Liebe Grüße an Dich! 🌷

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  2. Das kann ich gut verstehen, dass man die Schüler doch so ins Herz schließt. Ich glaube, so würde es mir auch gehen. Es ist schön zu hören, dass man von den Lehrern doch wahrgenommen wird!
    Liebe Grüße zurück 🌿

    Gefällt 1 Person

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