Tag 170 – Rückkehr

Lieber Leser,

Bereits seit einigen Stunden bin ich jetzt wieder zu Hause, habe (größtenteils) ausgepackt, all meine Pflanzen auf etwaige „Alleinlass-Schäden“ kontrolliert, Pizza gegessen, meinen Sauerteig gefüttert und vor allem: meinen Kater ganz viel geknuddelt.

Die Rückfahrt lief gut, ohne große Schwierigkeiten und ziemlich schnell. Das war echt angenehm. Ansich finde ich Autofahren nicht schlimm, aber auf Dauer ist es doch anstrengend bis langweilig.

Die meiste Zeit habe ich einfach Musik gehört, das war schön. Tatsächlich habe ich zu Beginn ein Musikstück gehört, dass mit sehr vertraut ist: das Kirchenoratorium „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg.

Ja, es ist ein Weihnachtsstück. Nein, ich bin nicht christlich. Aber ich singe (oder sang, als es noch ging) im Kirchenchor, und da haben wir eben dieses Werk letztes Weihnachten aufgeführt. Da habe ich mich ein wenig in das Stück verliebt, denn es ist für mein Gefühl wirklich außerordentlich schön, wenn auch eher unbekannt.

Warum höre ich im Juli Weihnachtslieder? Aus zwei Gründen, oder eigentlich drei.

Erstens: Ich wollte etwas längeres hören, damit ich eine Weile beschäftigt bin, ohne so richtig zu merken, dass viel Zeit vergeht (siehe Langeweile). Diesed Stück geht im Ganzen ca. eine Stunde und 20 Minuten.

Zweitens: Ich wollte etwas Ruhiges hören. Es war noch relativ früh am Tag, ich war müde und wollte etwas hören, was mich nicht aufregt. Da ist Chormusik und in der Hinsicht eben auch Kirchenmusik einfach perfekt geeignet.

Drittens: Im Urlaub sind wir, ohne es vorher gewusst oder geplant zu haben, bei einer Wanderung an der Gaststätte vorbei gekommen, in der von Herzogenberg das Oratorium verfasst hat. Da habe ich mich wieder daran erinnert, und auch daran, wie schön und berührend ich das Werk fand. Also hatte ich es gerade wieder frisch im Kopf, und auf meiner Suche nach passender Musik kam es mir schnell in den Sinn.

Ich kann nicht gut beschreiben, warum ich es so gerne mag. Es ist musikalisch und harmonisch einfach toll, und ich glaube, insbesondere wenn man es selbst einmal gesungen hat oder zumindest Chorerfahrung hat weiß man auch noch mehr zu schätzen als den bloßen Höreindruck, da man eine Vorstellung dessen hat, wie viel Arbeit darin steckt.

Ich habe es jedenfalls jetzt zum ersten Mal seit Weihnachten gehört, und ich musste ständig wieder ein bisschen weinen – einfach, weil es so schön ist.

Falls ich euer Interesse jetzt geweckt habe, findet ihr eine gute Aufnahme auf Spotify hier.

Vielleicht schreibt ihr es euch aber auch irgendwo auf und hört es sich erst in der Weihnachtszeit an 🙂

Macht es gut,

Eure Ella

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