Tag 188 – Durchhaltevermögen

Lieber Leser,

es ist 22:08 Uhr, und wäre alles nach Plan gelaufen, wäre ich vor einer halben Stunde in Berlin am Hauptbahnhof angekommen, und somit jetzt schon zu Hause in meinem Bett.

Stattdessen sitze ich im sechsten Zug heute, obwohl es eigentlich nur drei sein sollten,und ankommen werde ich nicht vor halb eins.

Es fing alles gut an.

Wir sind früh aufgestanden, um unsere Ferienwohnung ordentlich zu putzen. Unser Vermieter war sehr zufrieden, und so sind wir ganz pünktlich um kurz nach 11 Uhr losgefahren.

Bis nach Brüssel lief alles nach Plan. Es war zwar da schon viel zu heiß zum Zugfahren, aber wenigstens war der Zug noch gut klimatisiert. In Brüssel wurde allerdings unser Anschlusszug nach Köln gestrichen, weshalb uns nichts anderes übrig blieb, als mit einem kleinen Bunmelzug von Brüssel nach Verviers zu fahren, von dort mit einem weiteren Bummelzug nach Aachen, und dort nach einer Stunde Aufenthalt am Bahnhof nach Köln weiterzuführen.

Ich möchte mich nicht beschweren, weil ich weiß, dass es so viel schlimmer Dinge auf der Welt gibt und auch, weil ich bisher schon sehr viele sehr positive Erfahrungen mit der (Deutschen) Bahn gemacht habe, und auch, weil ich mir sicher bin, dass jede Verspätung oder jeder ausfallende Zug als Auslöser ernsthafte Probleme hat, und weil die Mitarbeiter sicher hart daran arbeiten, dass es für alle einen bestmögliche Lösung gibt. Aber diese knapp zwei Stunden in den Bummelzügen waren wirklich furchtbar. Im Zug herrschten schätzungsweise 37°C, und da fühlt sich selbst eine halbe Stunde wie eine halbe Ewigkeit an.

In Köln ging es dann weiter. Zunächst dachten wir,wir hätten unseren Amschlusszug nach Berlin verpasst. Kurze Erleichterung gab es, als wir feststellten, dass unser Anschlusszug selbst Verspätung hatte – und dann wurde er gestrichen. Der nächste kam erst 45 Minuten später.

In Köln sind wir also statt um 16:50 Uhr (wie ursprünglich geplant) erst um 19:30 Uhr in den Zug gestiegen. Folglich werden wir auch erst deutlich später in Berlin ankommen.

Seit dem läuft aber alles nach Plan, nur dass ich eben statt in meinem Bett zu liegen gerade bei Bielefeld halte.

Was soll ich sagen? Das passiert eben beim Reisen, gerade mit dem Zug. Trotzdem ist Zugfahren immer noch mein bevorzugtes Reisemittel, und wir werden natürlich auch sicher ankommen.

Unsere Laune ist so gut wie eben möglich, ich glaube, wir sind alle ein bisschen durch. Aber das ist ja auch verständlich. Reisen ist einfach anstrengend, gerade bei dieser Hitze.

Ich höre eigentlich die ganze Zeit Podcasts und habe so wenigstens ein kleines bisschen das Gefühl, mich in irgendeiner Weise sinnvoll zu betätigen.

Macht es gut!

Morgen ist der letzte Ferientag. Oh Gott. Naja, wird schon. Wenn ich diese Fahrt überleben kann, überlebe ich auch den ersten Schultag, der vor allem durch Ukulele-Spielen bei den Einschulungen und eine Info-Veranstaltung für die 12. Klasse geprägt sein wird, so wie durch das Wiedersehen mit einigen Freunden, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Ihr merkt, ich übe mich im positiv denken. Vielleicht komme ich auch einfach nur Tiefenentspannt aus dem Urlaub, wer weiß.

Und immerhin sind es nur noch 84 Tage bis Samhain.

Eure Ella

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