Tag 251 – Gemeinschaft

Lieber Leser,

Heute habe ich zum ersten Mal via Zoom an einem Buchclub-Treffen teilgenommen.

Dieser Buchclub beschäftigt sich ausschließlich mit Harry Potter und ist inspiriert von einem Podcast, den ich seit ein paar Monaten höre. Bei jedem Treffen wird chronologisch ein Kapitel unter einem bestimmten, aber mehr oder weniger zufällig ausgewählten Oberthema betrachtet und interpretiert.

Ich fand den Podcast total spannend, insbesondere weil mir, als ich kürzlich alle Harry-Potter-Bücher wiedergelesen habe, mehr und mehr Dinge aufgefallen sind, die ich kritisch oder zumindest diskussionswürdig finde, und gleichzeitig immer noch ein großer Fan der Buchreihe bin. In der Hinsicht finde ich es sehr spannend, sich sehr detailliert mit dem Text auseinanderzusetzen und Dinfg kritisch zu betrachten, und hier ist es insbesondere spannend, nicht nur die eigene Meinung als Denkanstoß zu haben.

Vor kurzem habe ich dann herausgefunden, dass es auf der ganzen Welt verteilt Buchclubs gibt, die von dem Podcast inspiriert sind und sozusagen genau das gleiche tun. Auch hier in Berlin gibt es einen, und da hatte ich plötzlich Lust, daran teilzunehmen. Die Treffen finden momentan natürlich nur über Zoom statt, was mir wahrscheinlich auch die Entscheidung erleichtert hat, einfach mal an einem Treffen teilzunehmen.

Trotzdem bin ich ein sozial ängstlicher Mensch, und es fällt mir insbesondere schwer, neue Menschen zu treffen und offen auf sie zuzugehen. Deshalb war ich heute schon etwas nervös. Aber ich habe mich schnell sehr wohlgefühlt und wurde gut aufgenommen.

Das Thema heute war Wiedervereinigung (in Anlehnung an das dreißigjährige Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung), und es war spannend, nach passenden Motiven im Text zu suchen. Daraus haben sich auch viele spannende Konversationen entwickelt, über die deutsche Teilung und die Überreste, die viele heute noch spüren, die Außenwirkung beziehungsweise das Geschichtsverständnis von Ausländern darüber (da einige der Teilnehmer erst zum Studium nach Deutschland gezogen sind) und über die Schwieirigkeit für junge Menschen, die erst nach der Wende geboren wurden, diesen Teil der Geschichte nachzuvollziehen beziehungsweise nachzuempfinden. Es hat mir viel zu denken gegeben und es war schön zu sehen, dass man ganz schnell zu eigentlich Fremden eine Art Verbindung aufbaut, wenn man ein gutes Gesprächsthema findet.

Morgen werde ich wohl eine Fahrradtour durch die Stadt unternehmen (und dabei den Podcast hören!), darauf freue ich mich schon. Besorgter blicke ich auf den morgigen Nachmittag, da ich dort das bereits angekündigte Therapiegespräch mit meinen Eltern haben werde.

Ich werde wohl morgen Abend berichten, wie alles gelaufen ist. Wünscht mir Erfolg und sowohl physische als auch mentale Kraft für morgen!

Macht es gut,

Eure Ella

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