Tag 331 – Zukunft

Lieber Leser,

Heute war ein guter Tag, auch, wenn ich mich viel mit dem neuen und dem darauf folgenden Jahr beschäftigt habe, zwangsweise, sozusagen.

Ich habe mich genauer damit auseinandergesetzt, was für einen Freiwilligendienst ich machen kann, und wo und wann

Meine Entscheidung ist auf Irland gefallen (vorher war es Schottland, aber wegen des Brexits ist mir das ehrlich gesagt ein wenig unsicher). Und – wahrscheinlich, wenn alles so läuft wie es soll, beginne ich im Juli – das heißt, sollte das Schuljahr nicht corona-bedingt irgendwie verlängert werden, und sollte ich die Reise dann aufgrund der dann aktuellen Fallzahlen antreten können. Im Juli! Das ist ein halbes Jahr! Ein halbes Jahr, in dem ich Abitur gemacht haben werde. Darüber möchte ich gar nicht nachdenken. Der Gedanke macht mir wirklich Angst. Auch, obwohl ich weiß, dass ich danach wohl ein Land bereisen darf, mach dem ich mich schon seit Jahren sehne und an einem wirklich tollen Projekt mitarbeiten darf.

Außerdem bin ich dabei, eine Bewerbung für ein Kreißsaal-Praktikum zu schreiben (da ich ja Hebamme werden möchte). Das wäre allerdings erst in einem Jahr. Ich habe eine wirklich tolle Klinik in meiner Nähe, die (zumindest für PraktikantInnen) einen super Kreißsaal haben soll, und ich hoffe wirklich, dass sie mich nehmen.

Für beides werde ich mich in den nächsten Tagen bewerben. Wie aufregend.

Eigentlich müsste es mich glücklich machen. Beides sind Dinge, auf die ich mich wirklich, wirklich freue – aber zum einen steht davor noch der Brocken Abitur, der mir wirklich Panik bereitet, und andererseits bringen beide Dinge natürlich auch Unsicherheiten mit sich. Was, wenn ich nicht genommen werde? Wenn ich die Reise doch nicht antreten kann? Wenn ich zwar dann da bin, aber ungeeignet bin? Zu schüchtern, zu unselbstständig, zu unflexibel? Was, wenn meine Gesundheit nicht mitspielt? Komme ich klar in einen fremden Land ohne irgendwen, den ich kenne und mit einer Sprache, die ich zwar spreche, aber die natürlich trotzdem fremd ist?

Ihr seht, wie aufregend das gerade für mich ist. Zum wiederholten Male stelle ich mir die Frage, warum alles immer so kompliziert sein muss, gerade, wenn man älter (oder „erwachsen“) wird.

Die Wahrheit ist, dass ich eigentlich ein recht kompetenter Mensch bin. Und ich werde schon klar kommen mit was auch immer mir entgegengebracht wird. Aber vorher kann ich mir das immer nicht vorstellen.

Macht es gut,

Eure Ella

6 Kommentare zu „Tag 331 – Zukunft

  1. Das klingt nach einem aufregenden Jahr. Für dein Abitur und deine Bewerbungen drücke ich dir die Daumen! Ich bin mir sicher, dass du das meistern wirst 🙂

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    1. Vielen, vielen Dank! Das ist wirklich sehr lieb von dir.🌿

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  2. Ich kann mir sowas auch immer kaum vorstellen, liebe Ella. Auch meinerseits begleiten Dich ganz doll gedrückte Daumen und Herzenswünsche für Dein Abi, Deine Gesundheit, Deine weitere Entwicklung.

    Alles, alles Liebe und Gute für Dich! 🍀🐞🌞

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    1. Vielen Dank. Das bedeutet mit wirklich viel!! Liebe Grüße auch an dich🌿

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  3. Hallo Ella,
    da wünsche ich Dir mal viel Glück und Gesundheit.
    Gruss von der Insel
    Markus

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    1. Vielen Dank, lieber Markus!

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